Karin Lüders

Malerin, Grafikdesignerin

Biografie

Karin Lüders wurde in den USA geboren, wuchs in Nordrhein-Westfalen und Oberbayern auf und lebt heute in München.

Sie besuchte das Gymnasium in Bad Tölz und machte nach dem Abitur ein Praktikum bei dem Tölzer Maler Max Weihrauch. In München studierte sie Kommunikationsdesign an der Fachhochschule. Im Anschluss gründete sie mit drei Kommilitonen ihr erstes Grafikdesign-Studio. Später übernahm sie die Geschäftsführung bei der Agentur Product Innovations, wo sie verschiedene Kunden aus dem Bereich der Schreib- und Spielwarenherstellung betreute. So kam sie mit der Walt Disney Company Germany und anderen Lizenzgebern sowie mit Animationsfilm-Herstellern in Kontakt.

Sie arbeitete danach einige Jahre als Art Director für die Agentur Keysselitz, die als eine der ersten spezialisierten Agenturen für Corporate Identity das Erscheinungsbild für Marken wie Audi, MAN und Philipp Morris prägte. Anschließend gründete sie zusammen mit Michael Baran die Agentur Lüders & Baran GmbH, die viele Jahre lang Kunden im Bereich Kultur, Verlagswesen, Spieleentwicklung, Merchandising, Lizenzen und Filmproduktion betreute.

Auch wenn Karin bei ihrer Tätigkeit als Designerin viel mit Kunst-und Kulturprojekten zu tun hatte, wollte sie gerne selbst frei künstlerisch arbeiten und kehrte wieder zur einstigen Antriebsfeder ihrer Design-Laufbahn zurück – dem Zeichnen und Malen. Seit 2009 widmet sie sich vor allem der Portraitmalerei, wobei sie einen fotorealistischen Stil entwickelte.

Projekte und Ausstellungen

Das erste große Projekt von Karin Lüders ist die Gemäldeserie „Creative Faces“. Sie entstand ursprünglich aus der Idee, zufällig auf dem Smartphone entstandene Schnappschüsse ihrer Freunde in einen ungewöhnlichen Bildausschnitt zu „zoomen“ und als Vorlage für klassische Ölgemälde zu benutzen.

Die Zufälligkeit und teilweise Unschärfe der Vorlagen macht den Unterschied zur klassischen Portraitmalerei aus, außerdem der Zoom-Faktor: Die Gesichter sind angeschnitten, teils sogar halbiert ins Bild gesetzt und werden dadurch dramatisiert. Ist die Vorlage unscharf, ist auch das Gemälde „weich“, umgekehrt haben einige Bilder eine fast hyperrealistische Schärfe. Alle haben das gleiche Format (40 x 60 cm), das proportional der Originalvorlage des Smartphone-Screens entspricht. Die Gesichter sind dadurch in vierfacher Lebensgröße gemalt und haben eine eindringliche Präsenz, der man sich kaum entziehen kann.

Moderne Technik trifft hier auf altmeisterliche Malweise – klassisch in Öl auf Leinwand. Die portraitierten Personen sind zumeist Künstler aus verschiedenen Bereichen: Schauspieler, Maler, Designer, Tänzer, Musiker oder Schriftsteller – und ein ganz besonderer, pelziger „Lebenskünstler“.

Die Serie „Creative Faces“ wurde mehrfach in privaten und öffentlichen Galerien ausgestellt.

Karin Lüders 1

Malerei: Serie „Creative Faces“